Parapsychologische PhänomeneJa, es gibt sie, die Psi-phänomene (Psi ist der 23. Buchstabe des griechischen Alphabets), wie Spuk, Hellsehen, Telepathie, Psychokinese, Wahrträume, sagen die Parapsychologen. Nein das ist alles Quatsch und beruht auf der Einbildung vieler Menschen oder sind einfach Lügengeschichten sagen die Skeptiker. Die Existenz parapsychologischer Phänomene ist immer noch umstritten und teilt die Wissenschaftsgemeinde in zwei fast unversöhnliche Lager miteinander. Auch wenn es für diese Erscheinungen, Erlebensweisen und Erfahrungen noch keine wissenschaftliche Erklärungen gibt sind sie doch Teil der Erfahrungswelt von vielen Menschen. Berichte von Psi-Phänomene gibt es schon seit Menschengedenken und auch heute noch werden übersinnliche Erfahrungen von vielen Menschen gemacht.
Die Wissenschaft der Parapsychologie versucht diese Phänomene nicht nur zu beschreiben, sondern soweit dies möglich ist im Experiment die Existenz des Übersinnlichen zu beweisen. Doch was sind eigentlich Psi-Phänomene genau? Psi-Phänomene lassen sich in drei Gruppen einteilen:
Psi-Phänomene sind wissenschaftlich schwer zu untersuchen. Sie sind ihrem Wesen nach beinahe immer einzigartig und
unvorhersagbar. Trotzdem gibt es zahlreiche wissenschaftliche Arbeiten, die erkennen lassen, dass diese Psi-Effekte Phänomene sind, die im Experiment nachweisbar sind.
Die Fähigkeit PSI-Phänomene hervorzurufen ist allerdings nicht steuerbar oder trainierbar, d.h. Psi-Begabte Menschen können diese Begabung nicht
gezielt einsetzen. Veränderte Bewusstseinszustände wie Meditation, Hypnose oder Entspannung begünstigen aber das
Auftreten dieser Phänomene. Metaanalysen (Statistische Zusammenfassungen einer Vielzahl von Experimenten und Forschungsarbeiten)
belegen, dass sich in den Bereichen ASW und Psychokinese schwache aber dennoch robuste Psi-Effekte nachweisen lassen.
Die Effekte sind allerdings
so gering, dass sich für PSI-Phänomene keine praktische Anwendungen ergeben.
Hans Bender, ehemaliger und einziger
Professor für Parapsychologie in Deutschland glaubt aufgrund der Untersuchung von Spuk bzw. Poltergeistphänomene, dass diese
in der Regel bei Anwesenheit labiler Personen in einem bestimmten emotionalen Zustand
auftreten. Das können die psychischen und körperlichen Belastungen der Pubertät sein, wie aktuelle Konflikte, psychische
Labilität, hohe kurzfristige Erregbarkeit (Liebe, Hass, Ekstase, Aggression). Bender betont den "Schabernackscharakter" des Spuks
und dass das Spukgeschehen als unbewusster Hilferuf der Spukauslöser an ihre Mitmenschen verstanden werden könnte. Menschen, welche Psi-Erfahrungen machen, können sich an die parapsychologische Beratungsstelle in Freiburg wenden.
Dort werden diese Erlebnisse von erfahrenen Psychologen diskutiert und auf ihren Wahrheitsgehalt geprüft. Sind die
Erfahrungen für die Betreffenden belastend kann dort auch therapeutische Hilfe in Anspruch genommen werden. Institut für Grenzgebiete der Psychologie und Psychohygiene e.V. Wilhelmstraße 3a 79098 Freiburg 0761-20721-52 http://www.igpp.de/german/counsel/info.htm Literatur: von Lucadou, W. (1997). Psi-Phänomene. Neue Ergebnisse der Psychokinese-Forschung. Frankfurt am Main und Leipzig: Insel Verlag. von Lucadou, W. (2003). Dimension Psi. Fakten zur Parapsychologie. List-Verlag Eberlein, G.L. (Hrsg.)(1995): Kleines Lexikon der Parawissenschaften. München: Beck Pfeiffer, E. (1993). Grenzgang Niemandsland. Parapsychologie-Informationen. Aachen: Karin Fischer Verlag Eysenck, H. (1997). Haben Sie außersinnliche Kräfte? Das PSI-Testprogramm. Düsseldorf: Econ-Verlag Zeitschrift für Parapsychologie und Grenzgebiete der Psychologie, 39, Nr. 1/2, (1997) Basisinformationen zur parapsychologischen Forschung: http://www.igpp.de/german/libarch/basisn.htm |